NABU-Euskirchen.de  

11. Dezember 2017

Liebe Naturfreunde,

jetzt ist es so weit: der Konzern aus RWE, innogy und NRWE will tatsächlich unwiederbringliche Fakten schaffen und den Hambacher Wald endgültig vernichten.
Ohne nähere Prüfung hat RWE den Vergleich des Vorsitzenden Richters des Kölner Verwaltungsgerichtes abgelehnt und mit den Rodungsarbeiten begonnen.

Rodungsarbeiten und die Fällung eines alten Baumbestandes, der zum jetzigen Zeitpunkt nicht erforderlich wäre, da der „Abbaustand noch über Jahre hinweg genug Raum bietet, die Kohleförderung fortzusetzen, ohne den verbliebenen Rest des Hambacher Waldes anzugreifen“, so    der Braunkohlenexperte Dirk Jansen, und die mit dem angestrebten Kohleausstieg vielleicht gar nicht mehr ausgeführt werden müssen.

Rodungsarbeiten, die jetzt nur unter  massiven Polizeischutz durchgeführt werden können, weil es nicht nur Waldbesetzer*innen, sondern auch zahlreiche bürgerliche Akteure gibt, die diesem wahnsinnigen Treiben des Energiekonzerns nicht länger tatenlos zuschauen wollen.

Wenn Sie sich aktiv an einem Protest gegen die unsinnige Zerstörung des Hambacher Forstes beteiligen wollen, informieren Sie sich bitte unter:
https://weact.campact.de/petitions/hambacher-wald-retten-klimaziele-realisieren-1

Wir sind was wir tun

Wer darüber hinaus noch etwas tun möchte:

Wichtig ist nun, dass viele Menschen in den kommenden Tagen im Wald sind.                                                                                                                                                                                                                                                                                               Kommen Sie in rot oder mit roten Accessoires in und an den Wald, machen Sie deutlich, dass dieser Wahnsinn eine Ende haben muss.                                                                                                                                                                                                                                     Bleiben Sie entschieden und deutlich, kreativ und friedlich. Allein durch Ihre Anwesenheit stellen Sie Öffentlichkeit her.

Ein möglicher Anlaufpunkt sind angemeldete Mahnwachen. Dort können Sie sich auch melden, wenn Sie sich in der kommenden Zeit aktiv  einbringen möchten. Eine Mahnwache ist ab Montag am Eingang von Buir (50170 Kerpen) aus Richtung Wald, an der L 276 zu finden.

Anmeldung und weitere Infos bei: Michael Zobel, Naturführer und Waldpädagoge info@zobel-natur.de  0171-8508321

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