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Foto des Monats, August 2018 | Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Foto: Lebensraum des dunklen Wiesenknopf-Ameisenbläuling                                                          Fotos können durch anklicken vergrößert werden!

Text und Fotos von Karin Pusch  31. Juli 2018

Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist ein Tagfalter aus der Familie der Bläulinge. Mit einer Flügelspannweite von ca. 30 mm ist er eher klein. Die Flügeloberseite ist bei den Weibchen dunkelbraun, bei den Männchen dunkelblau beschuppt. Auf den bei beiden Geschlechtern braunen Flügelunterseiten befinden sich bogenförmig angeordnete schwarze Punkte mit hellem Rand. Sie fliegen in einer Generation von Mitte Juni bis Mitte August. Der erwachsene Falter verbringt fast sein ganzes Leben auf der Namen gebenden Wirtspflanze, dem Großen Wiesenknopf. Dieser bevorzugt als Standort leicht feuchte Wiesen, bevorzugt in Bachnähe. Die Weibchen legen Eier einzeln auf die noch nicht voll aufgeblühten Blüten. Die Raupen, die die Blütenfarbe imitieren, fressen die Blütenköpfe von innen her auf. Nach einer Weile lassen sie sich fallen und werden von Wirtsameisen in deren Bau getragen. Dort ernähren sie sich von Ameisenlarven. Die Ameisen selbst nehmen ein zuckerhaltiges Sekret auf, das die Raupen absondern. Nach der Überwinterung im Ameisenbau erfolgt im Frühjahr die Verpuppung. Sofort nach dem Schlupf muss der Falter den Bau verlassen, weil er jetzt nicht mehr als Ameisenbrut erkannt und somit zur Beute wird.

Foto:Der Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling

Der Bestand dieser Art ist europaweit gefährdet. Als Gründe gelten die Trockenlegung betroffener Bereiche und zu frühe Mahd. Eine einschürige Mahd Anfang September ist eine wichtige Maßnahme, um deren Fortbestand zu sichern. Ich habe den Falter erstmals 2014 im Grünland südöstlich von Iversheim am Rand eines Seifens gefunden, 2016 dann auch weiter oberhalb in einer in Teilbereichen feuchten Wiese. Leider werden diese Stellen sehr früh gemäht, so dass der Fortbestand der Art hier sehr unsicher ist. Weder 2017 noch dieses Jahr habe ich einen Falter entdeckt.

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