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Haussperling liegt in Führung, weniger Waldvögel

Foto: Haussperling

Berlin/Euskirchen - Der NABU Bundeverband meldet: Mit schon jetzt fast 100.000 Teilnehmern liegt die diesjährige Aktion klar auf Rekordteilnehmerkurs. Der NABU freut sich sehr über die steigenden Teilnehmerzahlen. Denn so werden die Ergebnisse immer aussagekräftiger und es beschäftigen sich von Jahr zu Jahr mehr Menschen mit der Natur vor ihrer Haustür. Den Vögeln hilft es, je mehr Menschen ihren eigenen Garten als wichtiges Mini-Naturschutzgebiet begreifen und entsprechend gestalten.


Waldvögel machten sich rar

Foto: Buntspecht

Foto: NABU/Günter Lessenich

Auf den ersten Blick entsprechen die bisherigen Ergebnisse den Erwartungen der NABU-Experten. Der europaweit sehr milde Winter sorgt dafür dass weniger Wintervögel aus dem Norden und Osten Europas nach Deutschland kommen. Gleichzeitig ist ein größerer Anteil der nur teilweise wegziehenden Vögel sind in Deutschland geblieben. So wurden mehr Stare, Ringeltauben, Heckenbraunellen und Rotkehlchen gesichtet. Außerdem finden viele Waldvögel auch außerhalb der Gärten, in den schneefreien Wäldern, noch gut Nahrung und sind deshalb nicht auf die Futterstellen in den Gärten angewiesen. So wurden dieses Jahr deutlich weniger typische Futterhausbesucher wie Meisen, Kleiber, Eichelhäher, Buntspechte oder Gimpel beobachtet. Unter den fünf am häufigsten registrierten Wintervögeln gab es im Vergleich zum Vorjahr keinerlei Veränderungen: Es führt der Haussperling mit 6,42 Vögeln pro Garten vor Kohlmeise, Blaumeise, Feldsperling und Amsel.

Vogelzählung: Hausperling wieder auf Platz eins im Kreis Euskirchen

Foto: Der Haussperling auf  Rang eins der Vogelzählung im Kreis Euskirchen

Kreis Euskirchen - Zum neunten Mal waren am ersten Wochenende im neuen Jahr 2019 alle Naturfreunde im Kreis aufgerufen, bei der großen Vogelzählaktion vom NABU mitzumachen. Bei regnerischem Wetter hatten am Wochenende bisher 388 Vogelfreunde an der Wintervogelzählung teilgenommen.  In vielen Gärten  besuchten in diesem Winter weniger Vögel die Futterhäuser. Finden sie im Wald und in der freien Landschaft genügend Nahrung, machen sie sich im Garten rar. So war es im vorvorigen Winter - die Waldbäume trugen reichlich Früchte und prompt gingen in Dörfern und Städten die Vogelbesuche stark zurück. Im letzten Winter schlug das Pendel wieder zurück. Beeren, Bucheckern und Eicheln waren Mangelware, also wurden Gartensträucher und Futterstellen gut frequentiert. Es scheint, es wiederholt sich von Jahr zu Jahr. Aktuell bieten die Wälder und Hecken wieder einen reich gedeckten Tisch, die sich deutlichen Beobachtungsrückgänge der Waldvögel wie Eichelhäher, Buntspecht, Kernbeißer oder Gimpel erklären.

Die Zwischenergebnisse der "Stunde der Wintervögel" liegen vor.

Im Kreis Euskirchen, ist der Hausperling der häufigste gesichtete Wintervogel.( 2492 Zählungen) mit 9,06 Vögel pro Garten. Auf Platz zwei die Kohlmeise mit 1369 Zählungen und Platz drei die Blaumeise mit 1188 Zählungen. Insgesamt wurden 60 Vogelarten bestimmt.

Die Ergebniskarten zeigen auch dieses Jahr, das einigen Zugvogelarten, die Deutschland im Winter üblicherweise verlassen wie der Star " Vogel des Jahres 2018" statt im Mittelmeerraum bei uns überwintern. Deshalb werden sie auch im Winter häufiger von den Vogelzähler im Kreis Euskirchen bei der Zählung beobachtet. Weitere Beispiele sind Hausrotschwanz und Zilzalp, die schon seit einigen Jahren bei uns im Winter verweilen.

Vorläufiges Zwischenergebnis auf der Ergebniskarte zum nachlesen!

Das Endergebnis der Vogelzählung aus dem Kreis Euskirchen wird Ende Januar auf dieser Seite erwartet!

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