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Offizielle Stellungnahme des NABU Euskirchen

Foto: Irene Hugo

Dahlem - Der Horstbaum wird allgemein als Horst „An der Urftquelle“ bezeichnet und ist entscheidungsrelevanter Bestandteil einer laufenden Verwaltungsklage unter dem Az.: 6 K 612/17 zwischen dem NABU NRW (Kläger) und der Kreisverwaltung Euskirchen (Beklagter).

Der Holzeinschlag von 6-7 Laubbäumen sowie die Rückearbeiten über zwei Rückeschneisen wurden in den Morgenstunden des 08. Januar 2019 durch Forstarbeiter im Auftrag der Gemeinde Dahlem vorgenommen und von Frau Irene Hugo, Fachbeirätin der Naturschutzinitiative e.V. beobachtet und umfangreich dokumentiert, siehe Abb.1


 

 

Unangemeldeten Forstarbeiten wurden bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) Kreis Euskirchen angezeigt.

Foto: Irene Hugo

Die unangemeldeten Forstarbeiten wurden von Frau Hugo sowie von Mitgliedern des NABU Euskirchen sofort bei der Unteren Naturschutzbehörde (UNB) Kreis Euskirchen angezeigt.

Bereits Ende des Jahres 2018 wurden auf Initiative von Frau Hugo seitens der UNB Vereinbarungen mit dem Regionalforstamt Hocheifel/ Zülpicher Börde dahingehend getroffen, dass keine weiteren forstlichen Maßnahmen am Standort des Horstes, der zuletzt im Jahre 2017 erfolgreich bebrütet wurde, mehr durchgeführt werden sollen. Ebenfalls einigte man sich darauf, die Schneise zwischen dem Horstbaum und dem Waldweg zuwachsen zu lassen, um die direkte Sichtbeziehung auf den Horst zu verhindern.

 Die Maßnahmen wurden im Vorfeld nicht nur von Frau Hugo bei einem Treffen mit der UNB und Wald und Holz NRW gefordert, sondern bereits 2017 von dem Fachgutachter, der im Rahmen seiner Schwarzstorch-Raumnutzungsuntersuchung im Dahlemer Wald 2017 ausführliche Forderungen zu Schutzmaßnahmen rund um den Horst „An der Urftquelle“ gestellt hatte.

In einer nun möglicherweise nachfolgenden Strafanzeige gegen den Revierförster der Gemeinde Dahlem sowie die Gemeindeverwaltung Dahlem als Eigentümer des Dahlemer Waldes wird sich herausstellen müssen, inwieweit die Fortpflanzungsstätte gestört bzw. zerstört wurde und inwieweit hier gegen den § 44 Abs. 1 Nr.3 BNatSchG verstoßen wurde und eine Ordnungswidrigkeit im Sinne des § 69 Abs. 2 Nr.3 begangen wurde.

 Claudia Rapp-Lange, Elke Pascher-Bull und Martina Handke-Kociok

 NABU Euskirchen, den 09.01.2019

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