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Einige Vögel suchen schon frühzeitig ihr zukünftiges Brutquartier


Foto:NABU/G.Lessenich 

 

Der Naturschutzbund NABU hat dazu aufgerufen, jetzt an den Bau und die Aufhängung von Nistkästen für Vögel, Fledermäuse und Insekten zu gehen. „Das Frühjahr lässt zwar noch einige Wochen auf sich warten, aber schon jetzt ist es sinnvoll, an die kommende Brutsaison zu denken,"  „Diese Zeit kann gut dazu genutzt werden, Nistgeräte aller Art selbst zu bauen. Die Bandbreite der Nistgeräte, die man anbringen kann, ist sehr viel größer, als sie der Bevölkerung im allgemeinen bekannt ist,"  „Neben den bereits bekannten Nistkästen für Kohlmeisen, Blaumeisen und Stare kann man auch solche bauen, die von anderen Vogelarten besetzt werden, etwa für den Kleiber, den Grauschnäpper, den Rotschwanz, den Baumläufer, den Mauersegler und die Bachstelze. Gleiches gilt auch für Rauch- und Mehlschwalben, denen Nisthilfen aus Holz das Leben erleichtern könnten, und natürlich solche für Hornissen, Hummeln, Wildbienen und Fledermäuse." Einige Vögel suchen schon frühzeitig ihr zukünftiges Brutquartier!

Grundsätzlich ist jeder Nistkasten von Nutzen, denn in kalten Nächten schlafen Vögel gerne darin. Deshalb ist die Anbringung der Nistgeräte durchaus auch im Herbst und Winter sinnvoll. Der NABU schätzt das Potenzial für die Anbringung von Nistgeräten riesengroß ein - in jeden Garten gehöre zumindest die „Grundausstattung" aus Nistkästen für Kohlmeise, Blaumeise und Halbhöhlenbrüter.

Besitzer von Haus- und Kleingärten sollten sich zudem stets bewusst sein, dass die Anbringung von Nistgeräten die effektivste Form der Kontrolle von Insekten im Garten ist. Keine „chemische Keule", die ohnehin längst der Vergangenheit angehören sollte, kann auch nur ansatzweise so stark regulierend auf das „Kribbelkrabbelvolk" wirken wie brütende Vogelpaare, die während der Brut in schneller Frequenz ständig nach neuer Nahrung Ausschau hielten. „Im Minutentakt wird eiweißhaltige Nahrung gesucht - und das sind lediglich Insekten, Würmer, Spinnen," 

Die in manchen Büchern enthaltenen Warnungen vor einer zu hohen Anbringungsdichte von Nistkästen hält der NABU für unbegründet. Manche Zeitgenossen befürchten ständige Revierkämpfe zwischen Vogelpaaren, wenn Kästen zu dicht beieinander angebracht sind. „Das hat mit der Realität nichts zu tun",  „denn die Siedlungsdichte von Vögeln orientiert sich immer am Nahrungsangebot." Im übrigen gehen sich die Tiere auch aus dem Weg. Würde diese Theorie stimmen, würde das bedeuten, dass in totholz- und baumhöhlenreichen Wäldern die geringste Siedlungsdichte von Vogelarten anzutreffen wäre - das Gegenteil ist jedoch der Fall.

Wer sich selbst einen Nistkasten für den Garten bauen möchte, kann sich die Bauanleitung herunterladen.

Für Höhlenbrüter: http://www.nabu.de/vogelschutz/nisthilfen/hoehlenbrueter_kasten.pdf

Für Halbhöhlenbrüter: http://www.nabu.de/vogelschutz/nisthilfen/halbhoehle.pdf

Nistkasten  für Schleiereule

Nistkasten für Mauersegler

Nistkasten für Star

Nistkasten für Dohlen

Nistkasten für Turmfalke

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