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Feucht- und Streuobstwiesen bei Bürvenich

Foto: Silberreiher auf einer Feuchtwiese bei Bürvenich

Die Acker- und Freiflächen vor Bürvenich bieten vielen Tieren einen wertvollen Lebensraum.

Foto: Kiebitz

Schutzziele und Besonderheiten:Hier befindet sich eines der letzten Brutreviere für den Kiebitz im Kreis Euskirchen. Die Feuchtwiesen dienen als Sammelplatz für Grau- und Silberreiher, zudem leben hier Rebhühner und Fasane.

Foto:Fasan

Bei der Fasanengruppe, aktuell 10 bis 11 Individuen (Stand September 2015) liegt die Vermutung nahe, daß es sich um ursprünglich zur Jagd gezüchtete Volierentiere handelt. Die sehr zutraulichen Tiere lassen sich recht unbeeindruckt mit maximalen Distanzen von etwa 3 Metern beobachten und fotografieren. Im Gegensatz dazu liegt die Fluchtdistanz bei bereits über lange Jahre etablierten Populationen in Satzvey oder am Neffelbach bei mehr als 50 Metern. Die Tiere halten sich meistens unmittelbar in der Nähe der Streuobstwiesen entlang der Ringstraße am Ortsrand von Bürvenich auf.

Foto: Rebhuhn

Anders sieht es bei den Rebhühnern aus, die bereits seit 2013 von mir beobachtet werden. Sie sind äußerst scheu und leben auf einer Streuobstwiese hinter dem neu errichteten Angelteich an der K20. In wieweit sich die Störung des Angelteichs auf ihre Population auswirkt, bleibt abzuwarten und wird weiter beobachtet.

Foto:Mantelmöven

In der kälteren Jahreszeit wird das gesamte Areal von Zugvögeln genutzt, neben den schon erwähnten Reihern, bilden sich große Rabenkrähenschwärme, die mit Dohlen durchsetzt sind. Hunderte Stare bevölkern die Obstbäume.  Ende September sammelten sich unzählige Mantelmöwen auf den frisch gepflügten Äckern, eine nicht alltägliche Sichtung, da die Großmöwen selten so weit in das Binnenland ziehen.

Foto:Turmfalke

Beste Zeit : Definitiv ganzjährig, allerdings bildet die Zugvogelsaison einen weiteren  Schwerpunkt.

Der Tipp : Aufgrund der Nähe zum Bürvenicher Berg und Tötschberg nutzen viele Greifvögel die günstige Thermik. Auffällig ist auch die hohe Dichte an Turmfalken.

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