NABU-Euskirchen.de Fauna und Flora Die Natur erwart zum neuen Leben

Die Natur erwacht zum neuen Leben

Foto: Singendes Mönchsgrasmückenmännchen                                                                                    Fotos können durch anklicken vergrößert werden!

von Günter Lessenich

Endlich wird es Frühjahr. Nach den langen Wintermonaten sind die Tage wieder länger geworden und viele Menschen freuen sich auf die Natur, die sich jetzt von ihrer schönsten und buntesten Seite zeigt. Die Vögel zwischern und viele kommen jetzt aus ihren Winterquartieren zu uns zurück, wo sie den Sommer über Leben, ihre Jungen bekommen und großziehen. Der Frühling ist auch die Jahreszeit, wo sich die Menschen wieder wohl fühlen. Die Kleidung wird jetzt luftiger, es bleibt heller am Tag und man ist häufiger an der frischen Luft. Gute Laune und Lebenslust steigt bei vielen Menschen. Viele Tiere sind aus dem Winterschlaf erwart.

Was wäre der Frühling ohne Vogelgesang?

Foto: Den Amselgesang kann man am Morgen und Abend hören

In der Vogelwelt balzen zur Zeit die Vogelmännchen. Der morgendliche Vogelgesang im Frühjahr dient in erster Linie der Revierabgrenzung und der Werbung um einen Brutpartner. Ab März beginnt schon die Paarungszeit der Vögel, die sich schon bald auf die Suche nach einem geeigneten Nistplatz machen. Schon früh am Morgen so gegen 5:45 Uhr, eine Stunde vor Sonnenaufgang, kann man schon den Gesang von der Amsel, der Singdrossel  und dem Hausrotschwanz lauschen.

Solitäre Bienen

Foto: Nicht alle Bienen leben in einer großen Gruppe oder einem Staat zusammen. Es gibt auch solche, die alleine leben und ihr eigenes kleines Nest bauen, dazu gehören die Mauerbienen

Im Frühling ist es auch wieder warm genug für die verschiedensten Insektenarten. Mitte März schlüpfen die gehörnten Mauerbienen aus ihren Nestkammern, wo sie den Winter über als Larve oder schon als fertig entwickelte Biene in den Bambusröhrchen eines Insektenhotels oder in Mauerlöcher verbracht haben. Jetzt schwirren, brummen, krabbeln und summen sie umher um sich zu verpaaren. So wird für eine neue Nachkommenschaft gesorgt.

Pflanzen erwachen zu "neuem Leben"

Foto: Bienen bestäuben etwa 80 Prozent der landwirtschaftlichen Nutz- und Wildpflanzen.

Die Pflanzen fangen jetzt auch wieder an zu wachsen und zu blühen. Damit sie sich vermehren können, müssen sie von den Insekten bestäubt werden. Das funtioniert aber nur, wenn es  genügend Insekten gibt. Leider nehmen sie schon seit einiger Zeit sehr ab.

Es gibt eine lange Liste von Ursachen für den Rückgang, der keinesfalls auf Nordrhein-Westfalen beschränkt sei, sondern ganz Deutschland betreffe: Überdüngung, Monokulturen, Flächenverbrauch, Landnutzungswandel, Pestizideinsatz. Ein zusätzlicher Faktor seien Windenergierotoren, an denen massenhaft Insekten kleben blieben.

NABU Euskirchen Internetredakteur Günter Lessenich war mit seiner Kamera dem Frühling auf der Spur und hat die schönsten Momente für Sie eingefangen!

Schließen