NABU-Euskirchen.de Aktionen & Projekte Stunde der Gartenvoegel 2017

Teilnehmerzahl erhöhte sich im Kreis Euskirchen

Die Teilnehmerzahl hatte sich in diesem Jahr zur Freude des NABU Euskirchen um +37% erhöht. Es nahmen an der Aktion 289 Vogelfreunde (2016, 211 Vogelfreunde) + 37% teil und meldeten dem NABU aus 194 Gärten (2016, 129 Gärten) +50, 6746 Vögel ( 2016, 5489 Vögel) + 22%

Auf der Egebniskarte  der Top 20 im Kreis Euskirchen  hat der Haus -9%  und Feldsperling - 14%  einen leichten Rückgang zu verzeichnen. Deutliche Verluste gibt  es bei den Meisen, Kohlmeise -27%, Blaumeise - 30%  und Finken Grünfink - 22%, Buchfink - 33%, und Gimpel - 37%. Rauch und Mehlschwalbe, die über Jahre stark abgenommen hatten, haben einen erfreulichen Zugang von Rauchschwalbe +6% und Mehlschwalbe + 14%

Die nächste „Stunde der Wintervögel“ findet vom 5. bis 7. Januar 2018 statt.

Der NABU Euskirchen dankt allen die an der Aktion mitgemacht haben!

„Der Verlust von Nistplätzen an Gebäuden und ein starker Rückgang ihrer Fluginsektennahrung macht den Schwalben und Mauersegler zu schaffen“

Foto: Der Mauersegler wurde um 29 Prozent  häufiger gesehen als im Vorjahr.

Die  erhoffte eindeutige Erklärung für das Fehlen der Wintervögel konnte die Mai-Zählung   nicht liefern. „Waren die Winterzahlen unserer Meisenarten noch um 30 bis 60 Prozent niedriger als im Vorjahr, sind es nun zur Brutzeit lediglich zehn bis 20 Prozent. Dies passt sowohl zur Theorie, dass ein Großteil des Fehlens durch geringen Winterzuzug aus dem Norden und Osten verursacht wurde, als auch dazu, dass ein schlechter Bruterfolg 2016 die Ursache war“, so Miller. Insgesamt zeige das Ergebnis, dass  von den Zahlen eines Jahres nicht sofort auf langjährige Bestandszu- oder -abnahmen geschlossen werden könne.  Mauersegler und Mehlschwalbe, die über Jahre stark abgenommen hatten, trotzten den allgemein in diesem Jahr etwas niedrigeren Zahlen und wurden um 29 Prozent (Mauersegler) bzw. 18 Prozent (Mehlschwalbe) häufiger gesehen als im Vorjahr. Leider reicht dieses Hoffnungszeichen noch nicht, um den langjährig abnehmenden Trend umzukehren. Sie erreichen immer noch nur 70 Prozent  der Zahlen von 2006. „Der Verlust von Nistplätzen an Gebäuden und ein starker Rückgang ihrer Fluginsektennahrung macht ihnen zu schaffen“, so Miller. Gerade beim Mauersegler sei zu beobachten, dass die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr besonders im Norden deutlich höher seien, während sie im Süden des Landes im Bereich des Vorjahres lägen. Hier zeigt sich der Einfluss der Witterung auf die Zählergebnisse eines einzelnen Jahres. Im Norden war 2016 vermutlich schlechteres Flugwetter für diesen spezialisierten Luftakrobaten.

Die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, Grünfink und Hausrotschwanz setzen sich fort

Foto: Kontinuierliche Abnahme beim Hausrotschwanz

„Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass die im Rahmen der ‚Stunde der Gartenvögel‘ ermittelten Bestandsdaten vor allem durch die jährliche Wiederholung wertvoll werden. Nur langjährige Datenreihen können über wetterbedingte Ausschläge einzelner Jahre hinaus zuverlässige Bestandstrends anzeigen“, so Miller weiter. Die kontinuierlichen Abnahmen bei Amsel, Grünfink und Hausrotschwanz setzen sich fort. Die ursprünglichen Waldvogelarten Ringeltaube und Buntspecht werden häufiger in Gärten gezählt, während die bisher beobachtete starke Bevölkerungszunahme beim Feldsperling zum Stillstand gekommen ist.

Verlierer auf den Wiesen und Feldern, wie Feldlerche, Kiebitz oder Rebhuhn

Foto: Die Feldlerche, ein Verlierer auf den Wiesen und Felder

Während sich bei den Vögeln unserer Dörfer und Städte über die Jahre Zu- und Abnahmen unter den Vögeln die Waage halten, gibt es auf den Wiesen und Feldern fast nur Verlierer. In den vergangenen 25 Jahren brechen dort die Bestände typischer Vogelarten der Agrarlandschaft, wie Feldlerche, Kiebitz oder Rebhuhn regelrecht zusammen.

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