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Kopfweidenschnitt an der Erft

Aktiv werden für Mensch und Natur                                                                                                           Foto:Junger Steinkauz

Euskirchen-Wüschheim- Kopfweiden sind typisch für das Landschaftsbild an der Erft. Wenn Kopfweiden lange nicht geschnitten werden, brechen ihre Kronen unter der Last ihrer Äste auseinander. Durch die Vernachlässigung der Pflege der Kopfweiden und dem dadurch bedingten Rückgang des Bestandes dieser "Charakterköpfe unserer Landschaft" verliert eine Fülle hierauf spezialisierter Tiere und Pflanzen ihren Lebensraum. Ein charakteristisches Beispiel hierfür ist der Steinkauz, dem die alten und ausgehöhlten Kopfbäume hervorragende Nistmöglichkeiten bieten. Sein Schicksal ist in vielen Gebieten unmittelbar mit dem der Kopfweiden verbunden.

Foto: Das abgeschnittene Holz wird sauber in Meterenden geschnitten und kann als Brennholz oder Faserholz genutzt werden.

Um den Bestand der Kopfweiden an der Erft zu Pflegen und zu sichern, lädt  Anita Waffenschmidt  (Foto oben) Vorstandsmitglied im NABU Kreisverband und Koordinatorin  für den Weidenschnitt jetzt in der Winterzeit alle Naturfreunde und Weidenschnittler zu Arbeitseinsätzen an der Erft ein.  Ehrenamtliche Helfer wie:  Franz-Josef Berlingen und Ingo Wollenweber, stehen ihr tatkräftig mit der Motorkettensäge zur Seite. Wie Anita Waffenschmidt berichtet, werden noch viele weitere Pflegemaßnahmen  zum Kopfweidenschneiden  bis Ende Februar 2018 folgen.

Foto: Die mit den Jahren enstehende Baumhöhlen  sind ideal für Steinkauz & Co

Bei den Pflegearbeiten werden  von  den ausgebildeten  Motorsägenführern die Äste über dem Kopf  der  Bäume gekürzt. Durch die zahlreichen Schnittstellen, die bei der Kopfbaumpflege entstehen, können Pilzsporen und Wasser in Stamm und Aststümpfe eindringen. Fäulnis zerstört das Kernholz und es bilden sich Höhlungen. In diesen Höhlen nisten neben dem Steinkauz u.a. Hohltaube, Gartenrotschwanz, Grauschnäpper, Zaunkönig und Bachstelze. Gelegentlich findet man sogar Hornissennester in diesen Baumhöhlen. Auch Wiesel, Igel und andere Kleinsäuger finden gelegentlich darin Unterschlupf.

Foto: Das verbleibende Astreisig wird vom Erftverband geschreddet und abgeholt, oder es kann auch als Reisholz verwendet werden.

Nun fängt die Arbeit für die Helfer am Boden an. Die langen Äste werden teils zerkleinert und von starken Seitentrieben befreit. Das abgeschnittene Holz wird sauber in Meterenden aufgearbeitet und kann als Brennholz oder Faserholz genutzt werden. Das Reisig wird zum Abholen oder Schreddern aufgeschichtet. 

Wer  Mitmachen möchte,  meldet sich bei Anita Waffenschmidt. Weitere Infos gibt es im unten stehenden Film. Der nächste Arbeitseinsatz wir auf unserer Internetseite unter Aktionen & Projekte, Kopfweidenpflege-Termine bekannt gegeben.

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