Der NABU Euskirchen bittet um Mithilfe


Mauersegler als Schlagopfer                                                                                           Fotos: NABU Euskirchen

Beim Landesamt für Umwelt Brandenburg, wird die zentrale Fundkartei der Anflugopfer an Windenergieanlagen durch die Staatliche Vogelschutzwarte geführt.

 

https://lfu.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.312579.de

 

Die EU-Kommission hatte die Mitgliedsstaaten aufgefordert, Daten zur Überwachung des Ausmaßes der unbeabsichtigten Tötung von Fledermäusen zu erheben. Weiterhin dient die Datenbank der Erkenntnisgewinnung, welche Auswirkungen sich auf Brut-, Rast- und Zugvögel ergeben.

 

Natürlich ist es nicht möglich jedes Schlagopfer zu finden und in die Datenbank einzupflegen, da gerade bei Fledermäusen die Kollisionen in der Nacht stattfinden. Bis zum Morgen haben sich meistens schon Beutegreifer wie Fuchs und Co auf den Weg gemacht, die Windräder abzulaufen.

 

Dennoch möchten wir im Kreis Euskirchen dazu beitragen, möglichst viele Daten zu erfassen, um sie nach Brandenburg weiter zu leiten. In der jetzigen Zeit des Jungvogelausfluges und der bevorstehenden Herbstzüge der Vögel kann es zu häufigen Kollisionen mit Windrädern kommen.

 

Es sind nicht nur die großen bekannten Vögel, wie der Rotmilan und der Mäusebussard, die von den Rotoren getroffen werden, auch zahlreiche Kleinvögel werden Opfer an Windanlagen, so z.B. Mauersegler, Feldlerchen, Wintergoldhähnchen, Rotkehlchen und Stare.

 

Wir bitten daher Jogger, Wanderer, Reiter, Fahrradfahrer, die sich bei ihren morgendlichen und auch abendlichen Aktivitäten in der Nähe von Windenergieanlagen aufhalten:

 

Sollten sich Schlagopfer am Mastfuss und im Radius der Rotoren im Umfeld der Windanlagen befinden, bitten wir Sie, ein Handybild von dem toten Tier zu machen und uns diese Meldung zu schicken. Zur genauen Lokalisation des Fundes wäre die Bildaufnahme mit GPS wichtig oder alternativ sollten auf dem Handybild die Windanlage und die nähere Umgebung erkennbar sein.

 

Zur sicheren Zuordnung des Totfundes wären die folgenden Angaben wichtig:

 

1) Genaue Lage der Windanlage /

 

2) Name des Windparks und der nächst gelegene Ort

 

3) Entfernung des toten Tieres zum Mast der WEA

 

Wir vom NABU Euskirchen werden die Daten umgehend an die Zentrale Fundkartei nach Brandenburg weiter leiten. So können Sie alle mithelfen, die Auswirkungen von Windkraftanlagen auf die Vögel und die Fledermäuse zu erfassen und zu bewerten.

 

Falls Sie weitere Fragen zu dem Thema haben, wenden Sie sich bitte per Mail an Marion Zöller mit dem Stichwort „Schlagopfer an Windanlagen“. m.zoeller@nabu-euskirchen.de

 

Wir bitten Sie, die toten Tiere an Ort und Stelle zu lassen. Die Beseitigung der toten Tiere wird als Straftat bewertet, nach §44 BNatSchG.