Der NABU bittet dringend:

Lassen sie Ihren Hund an der Leine

Kreis Euskirchen - Endlich ist es soweit, die Sonne wärmt wieder und Herrchen und Frauchen gönnen sich und dem "besten Freund des Menschen" wieder den dringend benötigten Auslauf. Nicht selten heißt es dabei auch "Leinen los". Doch Vorsicht - hier droht Gefahr.

"Im Frühling, wenn die Natur langsam zu einer einigen großen Kinderstube wird, sind die freilebenden Tiere besonders störempfindlich. Da kann ein freilaufender Hund großen Schaden anrichten, wenn sein Jagdtrieb erwacht und die Rufe der Besitzer ungehört am Hundohr vorbeigehen," erläutert Günter Lessenich im NABU Euskirchen. Rehkitze, Junghasen, Rebhuhnkücken und die Nestlinge von Kiebitz, Feldlerche oder Grauammer, also der Nachwuchs der bodenbrütenden Vogelarten, ist hier besonders gefährdet. Aber auch die Gelege können wegen eines freilaufenden Hundes in Mitleidenschaft gezogen werden.

Nicht wenige Bodenbrüter "verleiten" den Feind, d.h. das Elterntier versucht den Angreifer vom Nachwuchs wegzulocken, indem es sich selbst als vermeintlich leichte Beute anbietet. Eine Strategie die oft erfolgreich, aber denoch gefährlich ist. Die verlassenen Nachkommen werden dabei nicht selten zum gefundenen Fressen für andere Beutegreifer oder die Eier kühlen rasch aus und die Embryonen darin sterben ab.

 

Text und Fotos: Günter Lessenich/NABU Euskirchen