
Wie überstehen eigentlich Eidechse & Co. die kalte Jahreszeit?
Als wechselwarme Tiere sind Reptilien nicht dazu in der Lage, ihre Körperwärme selbst zu regulieren. Anders als viele Säugetiere halten Reptilien jedoch keinen Winterschlaf sondern fallen in eine
Art Kältestarre, bei der alle lebenswichtigen Prozesse extrem langsam ablaufen. So sind in dieser Phase Herzschlag, Atmung und Stoffwechsel stark reduziert. Die Winterstarre beginnt bei
heimischen Reptilien meist ab Ende Oktober/Anfang November und kann, je nach Witterung, bis Anfang April oder sogar noch länger dauern. Natürlich spielt auch die Höhenlage eine wichtige Rolle, so
dass Populationen in den höheren Lagen der Eifel längere Zeiten der Inaktivität zeigen, als solche im Flachland.
Heimische Schlangen und Eidechsen überwintern eingegraben unter Wurzeln, Steinen oder auch in alten Nager- oder Maulwurfsbauten. Manche Arten sind dabei kälteempfindlicher als andere und müssen
sich zum Überwintern entsprechend tiefer eingraben, um vor strengem Frost geschützt zu sein. Obwohl Reptilien gemeinhin als nicht als besonders sozial gelten, überwintern viele Tiere in Gruppen.
Dadurch können sich einzelne Individuen offenbar besser vor Frost und Austrocknung schützen.
Text: Dr. Marco Mora /NABU Euskirchen
