Wo überwintern eigentlich unsere Amphibien?
Die meisten unserer Amphibien überwintern in ihren Landlebensräumen. Hier suchen Sie sich frostfreie Plätze, wie zum Beispiel in der Bodenstreu, unter Laub, in Erdlöchern oder Felsspalten, in
Höhlen oder unter Baumstämmen. Hier fahren sie als wechselwarme Tiere bei sinkenden Temperaturen ihren Stoffwechsel herunter und können wochenlang ohne Nahrung auskommen. In wärmeren Perioden
nehmen sie Nahrung auf, um anschließend wieder in ihre Verstecke zurückzukehren.
Wenige Arten können auch im Gewässer überwintern. In unserer Region sind dies Gras- und Teichfrösche sowie die Teichmolche, von denen einige die Winterphase am Gewässergrund
verbringen.
Wenn im zeitigen Frühjahr die Sonne wieder länger scheint, die Temperaturen steigen und die Gewässer auftauen, beginnt für die Amphibien die gefährliche Wanderung zu ihren Laichgewässern. Im Jahr 2024 war dies erstmalig am 9. Februar der Fall, im Jahr 2025 am 22. Februar. Die ersten Arten sind oftmals Spring- und Grasfrösche.
Kurze Zeit später folgen die ersten Erdkrötenmännchen, Molche und Feuersalamander. Dann ist es für den NABU auch höchste Zeit, die Amphibienzäune an den gefährdeten Stellen wieder
aufzubauen.
Text: Ulrich Pohl
Bilder: Ulrich Pohl und Silke Mora





