Frühlingserwachen

Die Landschaften der Eifel werden im zeitigen Frühjahr noch von Eis und Schnee bedeckt. An sonnigen Lagen kündigen jedoch auch in der Eifel bereits im Februar die ersten Frühblüher wie Huflattich, Buschwind-röschen, Scharbockskraut, Krokusse, Schneeglöckchen und Winterlinge den Frühling an. 

Auch Hasel- und Schwarzerlensträucher blühen bereits an sonnigen Standorten. In den lichten Wäldern nutzen die Frühblüher den sonnigen Waldboden zur Blüte und Samenbildung, bevor sich das Blätterdach der Bäume im April und Mai wieder schließt und der Waldboden dunkel wird. Sie bilden häufig dichte bunt blühende Teppiche auf den Waldböden und den Wiesen.

Die wilden Frühblüher in Wald und Feld, wie Schneeglöckchen, Krokusse, aber auch Weidenkätzchen sind wunderschön und verführerisch anzusehen, dürfen aber nicht gepflückt werden. 

Die großen Blütenteppiche täuschen darüber hinweg, dass viele Frühblüher gefährdet sind und ihre Bestände immer weniger werden. 

Daher nur mit den Augen schauen und die zarten Pflänzchen nicht pflücken. Unsere Insekten und die Natur danken es mit dem lieblichen Summen und Brummen der Hummeln und Bienen und einer wunderschöner Farbenpracht.

Die Frühblüher bilden nämlich eine besonders wichtige Nahrungsquelle für Insekten, wie früh fliegende Königinnen der Hummeln, Wildbienen (wie Sand- und Mauerbienen), Schmetterlinge (z.B. Kleiner Fuchs und Zitronenfalter) aber auch verschiedene Käferarten und Schwebfliegen. In unseren Gärten sind die bunten Frühblüher ebenso eine willkommene Nahrungsquelle für unsere fleißigen Insekten, die dankbar von Blüte zu Blüte fliegen, um Pollen und Nektar aufzunehmen.


Text und Fotos: Claudia Rapp-Lange / NABU Euskirchen