Im Kreis Euskirchen beginnt die Amphibienwanderung

Der NABU Euskirchen  bittet  daher Autofahrer, auf entsprechenden Strecken vorsichtig und langsam zu fahren.

Bei milden und feuchten Temperaturen machen sich die  Amphibien wie auf den Bild der Grasfrosch auf die Wanderung. Foto: Marion Zöller
Bei milden und feuchten Temperaturen machen sich die Amphibien wie auf den Bild der Grasfrosch auf die Wanderung. Foto: Marion Zöller

update vom 10.03.2019

Ein Bericht von Marion Zöller

 

Seit Anfang März hat Tanja Burggraf-Kühl mit ihren ehrenamtlichen Helfern, im wahrsten Sinne des Wortes, alle Hände voll zu tun. An vielen Stellen im Kreis Euskirchen wandern die Amphibien und es ist zwingend nötig, ihnen bei ihren Überquerungen behilflich zu sein. Dies geschieht entweder durch Kontrolle der Fangeimer an den Amphibien-Schutzzäunen oder durch sprichwörtliches “Rübertragen”, damit die Tiere nicht überfahren werden.

 

Die NABU-Aktiven installieren einen Schutzzaun                                                              Foto: Marion Zöller
Die NABU-Aktiven installieren einen Schutzzaun Foto: Marion Zöller

Bei diesen abendlichen Aktionen werden natürlich auch Bestandsaufnahmen durch die Amphibien-Fachfrau durchgeführt. So konnte im Bereich Hellenthal-Reifferscheid der Springfrosch nachgewiesen werden. Springfrösche (Rana dalmatia) zählen in Deutschland zu den selteneren Froscharten und gelten laut Bundesnaturschutzgesetz als “streng geschützt”.

 

Im Zuge dieser Entdeckung rückte der NABU Euskirchen umgehend aus und installierte in diesem Abschnitt einen Schutzzaun.Starke Wanderungen sind aktuell auch im Raum Mechernich zu verzeichnen, in Strempt zum Beispiel, konnten die ersten Berg- und Teichmolche vor dem sicheren Unfalltod auf der Kreisstraße bewahrt werden.

 

 

 

 

Fotoaufnahmen von Marion Zöller am 09. 03.2019

Ein Bericht von Marion Zöller

 

Kreis Euskirchen - Die Temperaturen liegen derzeit bei 4°C bis 8°C mit der notwendigen Feuchtigkeit. Das ist der  Startschuss für die ersten Amphibien ihre Quartiere zu verlassen, um die Laichgewässer aufzusuchen. Häufig müssen die Tiere dabei Straßen überqueren, wo sie oftmals von Autos überfahren werden.

 

Tempo 30 möglichst nicht überschreiten

In den kommenden Wochen sind an besonders stark frequentierten Bereichen etliche Helfer vor Ort, die bemüht sind den Tieren unbeschadet über die Straße zu helfen.

 

Wir appellieren an alle Autofahrer besondere Rücksicht zu nehmen und ihre Geschwindigkeit Tempo 30 anzupassen. Der NABU Euskirchen bittet auch die vielen Helfer an den Straßen, die gut sichtbar durch Warnwesten gekennzeichnet sind, nicht zu gefährden.

 

Besondere Vorsicht ist aktuell in Mechernich-Eicks, Mechernich-Roggendorf, Mechernich-Strempt, Hellenthal-Manscheid und Hellenthal-Reifferscheid geboten.

 

Wir bitten alle Autofahrer um besondere Vorsicht! Besonders viele Krötenwanderungen sind auf den Landstraßen wie: bei Bad Münstereifel-Eicherscheid, zwischen Mechernich-Antweiler und Bad-Münstereifel-Kalkar, in Euskirchen-Euenheim und Mechernich-Eicks, Krematorium Mechernich, Mechernich-Roggendorf, Benenberg in Richtung Manscheid, Rund um die Wildenburg, Mechernich-Eicks und Mechernich Strempt, Hellenthal-Mannscheid und Hellenthal-Reifferscheid.

 

ANSPRECHPARTNERIN

Tanja-Burggraf-Kuehl  im Arbeitseinsatz für Amphibien  Foto: Marion Zöller
Tanja-Burggraf-Kuehl im Arbeitseinsatz für Amphibien Foto: Marion Zöller