Naturfoto des Monats August | Sechsfleck-Widderchen

Das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae)                                                

Foto: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Das Sechsfleck-Widderchen (Zygaena filipendulae) gehört zur Familie der Widderchen und wird wegen der sechs roten Flecke auf jedem Vorderflügel auch Gemeine Blutströpfchen genannt. Der Körper des Falters ist schwarz bis blauschwarz gefärbt. Die Vorderflügel haben auf der Oberseite eine schwarze Grundfärbung. Kräftig rot gefärbt sind die Hinterflügel, sie haben einen schwarzen Rand. Die Widderchen besitzen keulenförmig verdickte Fühlerenden.

Die schwarzen Fühler des Widderchens sind an den Enden leicht verdickt und ein wenig nach hinten gebogen.    Foto: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Vorsicht ich bin giftig!

Die Signalfarbe ist eine deutliche Warnung

Foto: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Eine Besonderheit der Widderchen ist ihre Warnfärbung, die potentiellen Fressfeinden mitteilt, „Achtung! Ich bin giftig!“. Bei den Widderchen wurden in allen Entwicklungsstadien auf Blausäure basierende (cyanogene) Giftstoffe nachgewiesen und anders als bei den meisten anderen Falterarten sind die Blutströpfchen sogar in der Lage diese cyanogenen Giftstoffe selbst aus Aminosäuren zu synthetisieren und Blausäure freizusetzen.

 

Diese Warnfärbung erlaubt es den Widderchen relativ träge zu wirken und nicht viel Energie in Fluchtaktivitäten investieren zu müssen.

Maße

Flügelspannweite etwa 38 mm, Raupenlänge maximal 22 mm

Beobachtungszeit

Sechsfleck-Widderchen kann man in Deutschland im Juli und August beobachten. Raupen treten im September und Oktober in Erscheinung, überwintern dann und werden im Folgejahr nach dem Winter wieder aktiv.

 

Das Gemeine Blutströpfchen fliegt in Mitteleuropa jährlich in einer Generation.

Lebensraum

Wichtige Futterpflanze für das Sechsfleck-Widderchen ist  der Gewöhnliche Hornklee (Lotus cornculatus) und der Sumpfklee (Lotus pedunculatus )

Foto: Günter Lessenich/NABU Euskirchen

Der Lebensraum des Falters sind magere Mähwiesen, Trocken-und Halbtrockenrasen, Brachen usw., aber auch feuchte Biotope. Voraussetzung ist aber immer reichliches Vorhandensein seiner Hauptnährpflanzen. Der Gewöhnliche Hornklee (Lotus cornculatus) und der Sumpfklee (Lotus pedunculatus ) sind die wichtigsten Futterpflanzen der Raupen des tagaktiven Nachfalters.

Insektensommer – Zähl mit!

Bei  den Ergebnissen der NABU-Mitmachaktion: „Insektensommer“ im Juni 2022,  erreichte das  Sechsfleck-Widderchen mit 100 Meldungen Platz  zwei.

Insekten beobachten, an einer bundesweiten Aktion teilnehmen und dabei noch die Natur vor der eigenen Haustür besser kennenlernen – all das vereint der „Insektensommer“. Vom 5. bis 14. August ruft der NABU und der LBV erneut alle Insektenfans dazu auf, mit uns Sechsbeiner zu zählen.

 

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/insektensommer/aktionsinfos/24063.html

Sechsfleck-Widderchen im Fotoporträt

Fotos: Günter Lessenich/NABU Euskirchen


Sechsfleck-Widderchen im Video