Zusammenarbeit Kreisverwaltung und Wildtierhilfe

Gemeinsam für die Igel

junger Igel in Auffangstation / Foto: Claudia Müller / Wildtierhilfe Nordeifel
junger Igel in Auffangstation / Foto: Claudia Müller / Wildtierhilfe Nordeifel

Wie schon berichtet erleben wir aktuell eine extreme Zumnahme an Igeln, die durch Mähroboter schwer verletzt wurden. Oft sind diese Verletzungen so gravierend, dass die Tiere nicht mehr gerettet werden können. 

Ursprünglich wollten wir mit der Kreisverwaltung Euskirchen über die Einführung eines Nachtfahrverbotes für Mähroboter sprechen. Aber in der Diskussion wurde schnell klar, dass man so etwas zwar machen kann, aber damit wird kein Problem gelöst! Denn es gibt niemanden, der das Verbot kontrollieren könnte und auch die Form und Höhe einer Ahndung ist nicht geklärt. Am Ende wird nur noch mehr Bürokratie erzeugt, aber denen, die unsere Hilfe benötigen, nämlich den Igeln hilft das überhaupt nicht. 

 

Darum haben die Kreisverwaltung Euskirchen und die Wildtierhilfe Nordeifel eine andere Vorgehensweise vereinbart. Über gute Öffentlichkeitsarbeit wollen wir diejenigen, die sich Mähroboter kaufen auf die Gefahren hinweisen, sie sensibilisieren und so dazu bringen, ihre Mähroboter nicht in der Dämmerung und nicht in der Nacht laufen zu lassen. 

Die Kreisverwaltung Euskirchen hat dazu bereits eine Pressemitteilung veröffentlicht und einen Flyer erstellt,  zu dem die Wildtierhilfe Nordeifel die Fotos aus den eigenen Reihen geliefert hat. Im nächsten Schritt werden noch die lokalen Rundfunksender und Papiermedien involviert. 

Juli und August sind die Monate, in denen die Igelweibchen die Jungen zur Welt bringen und in der Dämmerung und Nachts auf Nahrungssuche gehen, um über Tag bei ihren Kleinen zu sein und sie zu versorgen. 

 

Wir hoffen sehr, dass wir mit dieser Aufklärungs- und Sympathie-Kampagne für die Igel, möglichst viele von ihnen vor dem Tod durch den Mähroboter retten können!

 

Text: Peter Berthold / NABU Euskirchen