Der Wendehals – ein gut getarnter Specht

Wedehals Anfang April in der Eifel gesichtet                                                            

Die europäischen Wendehälse überwintern nur in Afrika. Die in Südostasien überwinternden Tiere sind die Brutvögel Zentralasiens. Doch in diesem Jahr scheint alles etwas früher in Bewegung zu sein, denn die ersten Wendehälse konnten bereits Anfang April in der Eifel gesichtet werden. Der Wendehals (Jynx torquilla) ist etwa lerchengroß und unterscheidet sich deutlich in seinem Aussehen von den hiesigen Bunt,- Mittel oder Kleinspechten. Die Farben Schwarz, Weiß und Rot sind nicht bei ihm zu finden, vielmehr gleicht er einer fliegenden Baumrinde.

Er kann sich somit perfekt an Bäumen und Pfählen tarnen, sicherlich auch einer der Gründe, warum er seltener gesehen wird. Hauptgrund für den Rückgang dieser Art ist der Schwund geeigneter Lebensräume, sowie das Fehlen geeigneter Nahrung. So ist der Wendehals auf das Vorkommen bestimmter Ameisenarten angewiesen, aber auch auf Blattläuse, Käfer und manchmal auch Früchte.

Im Gegensatz zu seinen Verwandten baut er selber keine Höhlen, sondern übernimmt bereits vorhandene Nistmöglichkeiten.

 

Text und Fotos: NABU/Marion Zöller