In der Rubrik "Insekt des Monats" stellen wir jeden Monat ein Insekt vor. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um ein seltenes, bedrohtes oder aussergewöhnliches Insekt handelt. Vor allem wollen wir mit schönen Fotos auf die faszinierende Welt der Insekten aufmerksam machen.
Unter folgendem Link finden Sie alle Insekten des Monats aus dem Jahr 2025
Insekt des Monats Juni 2026

Zaunrüben-Sandbiene (Andrena florea)
Die Zaunrübe ist mit das unbeliebteste Grünzeug im Garten. Die Pflanze rankt und überzieht alle umgebenden Stauden und niedrige Sträucher mit einem dichten Netzwerk an verzweigten Trieben,
Blättern und spiralförmig gewundenen dünnen Ranken. An ihren kleinen weißen Blüten fliegt eine eher unscheinbar hellbraun behaarte Sandbiene: die Zaunrüben-Sandbiene.
Männchen und Weibchen dieser Biene sind durch die teilweise Rotfärbung der ersten Hinterleibssegmente gut zu erkennen und zu bestimmen. Dort wo die Zaunrübe regelmäßig blüht, fliegt auch diese Sandbiene, von Mai bis Anfang August an Hecken, Waldrändern, Weinbergen, aber auch in Gärten und Parks. Wer in seinem Garten der Zaunrübe eine Chance bietet zu blühen, kann sich auch über die Zaunrüben-Sandbiene freuen.
Insekt des Monats Mai 2026

Glockenblumen-Schmalbiene (Lasioglossum costulatum)
Ab Mai blühen die ersten Glockenblumen. Dann erscheint auch die Glockenblumen-Schmalbiene, die auf Glockenblumen Pollen als Proviant für ihren Nachwuchs sammelt. Die Weibchen (siehe Foto) sind
wie viele andere Schmalbienen schwarz gefärbt, aber durch markante weiße Seitenflecken auf den Hinterleibssegmenten 2 bis 3 und einer breiten Binde auf Segment 4 gut zu erkennen. Sie fliegen ab
Ende April an Waldrändern, auf Magerrasen und auch in Gärten. Die Männchen sind erst ab Juli zu finden. Die Glockenblumen-Schmalbiene ist in Deutschland Wildbiene des Jahres 2026.
Insekt des Monats April 2026

Waldbrettspiel (Pararge aegeria)
Das Waldbrettspiel ist braun und beige gefärbt und damit ein farblich eher unauffälliger Schmetterling. Durch die charakteristische Augenzeichnung auf den Flügeln ist er im Gelände gut erkennbar.
Der Falter fliegt ab Anfang April in zwei oder drei Generationen bis Oktober. Die Raupen nutzen überwiegend Gräser als Futterpflanzen. Das Verbreitungsgebiet des Waldbrettspiels reicht von
Mitteleuropa bis Nordafrika. Der Falter lebt dort bevorzugt in lichten, an Laubholz reichen Wäldern. Er kann aber auch in Streuobstwiesen und in Gärten mit Obstbäumen auftauchen.
Text: Dr. Burkhard Grebe
Insekt des Monats März 2026

Gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta)
Mit ihrer pelzig wirkenden roten und schwarzen Behaarung sieht sie fast aus wie eine kleine Hummel: die gehörnte Mauerbiene (Osmia cornuta). Sie fliegt bereits ab den ersten sonnigen warmen
Frühlingstagen und bis Anfang Mai, häufig auch im Siedlungsbereich in Gärten oder Parks. Das Weibchen (siehe Foto) ist mit seiner schwarzen Behaarung am Kopf und auf dem Rücken und der roten
Behaarung auf dem Hinterleib leicht zu erkennen. Bei den etwas kleineren Männchen ist der Kopf weiß behaart. Die Weibchen sammeln Pollen an Obstbaumblüten, aber auch an Weiden, Blaustern und
Lerchensporn. Zum Sammeln nutzen sie ihre ebenfalls rot gefärbte Bauchbehaarung (Bauchbürste).
Text: Dr. Burkhard Grebe
Insekt des Monats Februar 2026

Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
Ab Mitte bis Ende Februar können an sonnigen und etwas wärmeren Tagen bereits die ersten Hummeln beobachtet werden. Die dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) sucht dann nach einer geeigneten
Stelle für die Anlage eines Nestes. Ab März schlüpfen dort die ersten Arbeiterinnen. Das Nest wird dann erweitert und vergrößert, damit es im Sommer bis zu 500 Tiere beherbergen kann.
Jungköniginnen und Drohnen (siehe Foto) schlüpfen ab Juli. Die dunkle Erdhummel fliegt in ganz Europa, Nordafrika und Kleinasien. Sie ist in lichten Wäldern, an Wiesenhängen, aber auch im
Siedlungsbereich in Gärten anzutreffen. Dort kann sie auch durch Hummelkästen als künstliche Nisthilfen angesiedelt und gefördert werden.
Text: Dr. Burkhard Grebe
Insekt des Monats Januar 2026

Winterlibelle (Sympecma fusca)
Die Winterlibelle schlüpft ab Mitte Juli bis in den August aus der Larve und überwintert als geflügeltes Insekt bis zum nächsten Frühjahr. Das Foto zeigt ein junges Weibchen im September. Gut
getarnt durch ihre braune Farbe schmiegen sich die Tiere im Spätherbst an trockene Halme und Äste und überstehen so regungslos den Winter. Damit unterscheidet sich die Winterlibelle in ihrer
Entwicklung von fast allen anderen Libellenarten, bei denen die Larven unter Wasser überwintern. An warmen und sonnigen Tagen ab März fliegt die Winterlibelle dann an Teichen und Tümpeln, in
einer Zeit, in der noch keine anderen Libellen geschlüpft sind. Die Winterlibelle ist in Deutschland die Libelle das Jahres 2026.
Text: Dr. Burkhard Grebe







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