Frühling in der Eifel

Foto: Marion Zöller / NABU Euskirchen
Foto: Marion Zöller / NABU Euskirchen

In der Eifel hat der Frühling vollständig Einzug gehalten. Sattgrüne Wiesen und Weiden und hellgrüne Bäume leuchten mit bunten Blütenteppichen um die Wette.

Mit den warmen Frühjahrstemperaturen beginnt die bis September andauernde Brut- und Setzzeit der Wildtiere. Die naturnahen Wiesen und Wälder der Eifel sind dann die Kinderstuben für Hirsch, Reh, Hase, Dachs, Wildschwein, Fuchs, Vogel und Co. Die Wildtiere brauchen zu dieser Zeit viel Ruhe und reagieren äußerst sensibel auf menschliche Störungen.
Aus Rücksicht auf die jungen Wildtiere und ihren Lebensraum sollten Spaziergänger, Jogger und Ausflügler mit dem Fahrrad in dieser Zeit nur auf den offiziellen und ausgeschilderten Wegen und vor allem außerhalb der Dämmerungs- und Nachtzeiten unterwegs sein. Häufig verlassen die Wildtiere das Dickicht der schützenden Wälder oder schützende Hecken zur Nahrungssuche erst in den Dämmerungsstunden und sind dann besonders schreckhaft.

Foto: Marion Zöller / NABU Euskirchen
Foto: Marion Zöller / NABU Euskirchen

Die besten Freunde der Menschen, unsere Hunde, gehören in dieser Zeit immer an die Leine.
In keinem Fall darf ein augenscheinlich verwaistes Jungwild berührt werden. Die nur scheinbar hilflosen jungen Wildtiere werden von den Eltern zum Schutz vor Fressfeinden gut getarnt im Dickicht des Waldes oder im hohem Gras alleine zurück gelassen, aber zum Säugen regelmäßig aufgesucht. Wenn jedoch die Jungtiere mit Menschen in Kontakt kommen, angefasst werden und den menschlichen Geruch annehmen, werden die Jungtiere von den Alttieren verstoßen und haben dann keine Überlebenschancen mehr.
Daher von jungen Wildtieren, wie kleinen Häschen, kleinen Wildkatzen oder auch Rehkitze und Hirschkälber in jedem Fall Abstand halten und nicht anfassen. Sollten Naturbesucher vermeintlich verletzte, kranke oder anderweitig gefährdete Wildtiere beobachten, sollte im Zweifelsfall ein ortsansässige Jäger kontaktiert werden, der den Zustand einschätzen kann oder ggf. kann auch die Polizei weiterhelfen. Auch die Wildtierhilfe Nordeifel kann hier weiterhelfen.
Der NABU Euskirchen dankt den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie allen Gästen unserer wunderschönen Eifel für ein rücksichtsvolles Verhalten in der Natur. 

 

Text: Claudia Rapp-Lange / NABU Euskirchen