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Ringelnatter im Keller eines Wohnhauses gefunden und wieder in die Freiheit entlassen

 

Am 06.05.2022 wurde in Gemünd im Keller eines Wohnhauses eine kleine Schlange entdeckt. Bei dem Tier handelt es sich um ein juveniles (nicht-ausgewachsenes) Exemplar der Barren-Ringelnatter (Natrix helvetica), welche von der Wissenschaft seit Kurzem von der gewöhnlichen Ringelnatter unterschieden wird und sich unter anderem durch ein Streifenmuster („Barren“) auf den Körperflanken von dieser absetzt.

 

Nachdem die Anwohner sicherheitshalber die Polizei verständigt hatten, konnte diese die ungiftige und somit harmlose Schlange einfangen und zu einer Tierarztpraxis in Kall verbringen. Von dort wurde dann der NABU Euskirchen verständigt – man einigte sich schnell darauf, das Tier in einem kleinen Naturschutzgebiet ganz in der Nähe wieder auszusetzen.

 

Grundsätzlich handelt es sich bei Ringelnattern um an Feuchtlebensräume angepasste Arten, die sich insbesondere auf Amphibien und kleine Fische als Beute spezialisiert haben. In dem Naturschutzgebiet sind sowohl ein großer Teich als auch gut strukturierte Uferbereiche, mit zahlreichen Holzhaufen als Versteck- und Eiablagemöglichkeiten, vorhanden. Dort sollte die kleine Natter einen geeigneten Lebensraum vorfinden, der all ihre natürlichen Ansprüche bestens erfüllt.

 

Nach dem Bundesnaturschutzgesetz sind Ringelnattern besonders geschützte Arten, deren Bestand auch in der Eifel als rückläufig einzuschätzen ist. Umso mehr freut es uns, dass wir das Reptil wieder wohlbehalten in die Freiheit entlassen konnten.

 

Ein Bericht von: Marco Mora/NABU Euskirchen

Foto: Silke Mora/NABU Euskirchen


Die Ringelnatter wurde wieder in die Freiheit entlassen